Nils beim Konzert von A. R. & Machines im großen Saal der Elbphilharmonie Hamburg — an Gitarre und Rechner.

Über Nils

Vierzig Jahre Musiker. Zwanzig Jahre Lehrer.

Klassisches Musik- und Musiklehrerstudium auf der einen Seite. Über 1000 Konzerte auf der anderen. In der Mitte die elektronische Musik, die ich seit 2008 unterrichte.

Mit etwa zwölf Jahren wusste ich in meinem kleinen Dorf: Musik ist mein Ding.

Vermutlich, weil es da zwar schon MTV und einen Plattenspieler gab, aber noch kein Internet und keine sozialen Netzwerke. Also blieb Zeit zum Üben, eine Band zu gründen, Unterricht zu nehmen.

Geboren 1976 in Bremen. Musiker, Musikproduzent, Fachautor und Lehrer. Mehr als 40 Jahre Musik auf dem Buckel.

Zwei Ausbildungen, die nichts miteinander zu tun hatten.

Studiert habe ich klassische Musik, Gitarre und Klavier, in Kassel und Köln. Staatlich geprüfter Musiklehrer mit der Note 1 in allen Fächern. Was ja nichts heißt.

Denn Kreativität, Rock'n'Roll oder Individualität kamen in diesem Studium nicht vor. Nach dem ersten Semester wusste ich außerdem: Klassischer Gitarrist werde ich nicht. Aber einiges an Handwerk habe ich dort gelernt — Konzertmeister im Orchester von Michael Tröster, Meisterkurse bei Leo Brouwer und David Russell, Kompositionen für Klavier, Cello und Bratsche.

Gleichzeitig lief die andere Seite: elektronische Musik, mehrere hundert Auftritte in Clubs und Bars. Computer und Gitarre in einer Artrock-Band. Über tausend Konzerte und DJ-Sets allein zwischen 2004 und 2017. Im Hamburger Rathaus, im Beatles-Museum, auf dem Elb-Jazz-Festival, die Reeperbahn rauf und runter — und jeden Monat für das beste Publikum der Welt in der Eckkneipe in Ottensen.

Dann habe ich das Live-Spielen an den Nagel gehängt. Da ging mir zu viel Zeit drauf, die ich lieber produziert hätte. Danach kamen erst die wirklich interessanten Anfragen: Konzert im großen Saal der Elbphilharmonie, Konzerthaus Dortmund, Admiralspalast Berlin. Und noch eine Tour als Computer-Zauberer und Gitarrist mit Achim Reichel quer durch Deutschland. Kannste dir nicht ausdenken.

Aus dem Archiv

Über tausend Shows seit 2004.

Konzertplakat mit Nils Hoffmann
Plakat Elektronischer Schleudergang, St. Pauli
Plakat Elektroswing im Stage Club
Monatsprogramm der Imoto-Bar, Ottensen
Plakat Beatlemania Hamburg, 50 Jahre Beatles
Programmplakat Klingel, Hamburg

Clubs, Bars, Festivals, das Hamburger Rathaus, das Beatles-Museum — und jeden Monat die Eckkneipe in Ottensen.

Warum ich unterrichte.

Seit 2008 bin ich zertifizierter Lehrer für Ableton Live. Durch diese Software fand ich zurück zu Kreativität und Improvisation: alles machen zu können, was ich will. Und später Menschen dabei zu helfen, alles machen zu können, was sie wollen.

Das mit dem Unterrichten fing schon in meinem kleinen Dorf bei Bremen an. Richtig aber ab 1999, mit einem Lehrauftrag der Stadt Kassel, danach Musikschulen in Kassel, Buxtehude und Hamburg. Dozent am ersten deutschen Ableton Certified Training Center. 2013 der endgültige Schritt in die Selbstständigkeit.

Einhundert Mal habe ich die Ableton User Group Hamburg als Gastgeber geleitet. Menschen, die mit dieser Software arbeiten, treffen sich und tauschen sich aus. Jeder arbeitet anders, jeder macht anderen Kram. Sehr spannend für mich. Dafür kann ich jetzt sagen: Zeig mir dein Projekt — und ich ahne, wie du arbeitest.

Was mir am Unterrichten am meisten Spaß macht: Ich lerne dabei selbst extrem viel. In andere Welten eintauchen, mich mit Leuten und Musik auseinandersetzen, die mir sonst nie begegnet wären. Und ich genieße die Freude in den Augen meiner Lernenden, wenn sie mir eine Frage gestellt haben, die ich nicht sofort beantworten kann.

Masterclasses in Hamburg, San Diego, Paris, Wien und Havanna. In Havanna war es am ersten Tag schwierig: kein Strom. Dazu Schulungen für Veranstaltungstechniker:innen an Theatern — da sind völlig andere Sachen gefragt als bei Techno-DJs.

Autor der umfangreichsten deutschsprachigen Video-Tutorialreihe zu Ableton Live, veröffentlicht bei „Tutorial Experts“. Denn wenn die Nacht kommt und die Stadt still wird, kann ich meine Tutorials ohne störende Nebengeräusche aufzeichnen. Inzwischen auch Kurse zu anderer Hard- und Software. Auch darüber bekomme ich interessantes und noch einmal anderes Feedback: Ich habe anscheinend eine angenehme Stimme — und benutze zu oft „sozusagen“.

Show-Design, meistens im Bereich der elektronischen Musik: Organisation von Setlists und das präzise Umschalten von Sounds für jeden Song, bis hin zu Infrarot-Sensoren, mit denen man per Handgesten Musik erzeugen oder steuern kann. Und dabei beachten, dass man nichts programmiert, wo jemand den rechten Arm in die Luft strecken muss, um die höchste Note zu spielen. Da ist oft mehr zu beachten, als man auf den ersten Blick denkt. Musikalische und technische Betreuung, bis eine Show stabil steht — und das kann bei großen Produktionen schon mal ein Jahr verschlingen.

Buchautor, weil mir das Schreiben viel Spaß macht. Worum es geht? Musik natürlich. Von der Saat bis zur Ernte.

Wenn dann noch Zeit bleibt: kochen, lesen, reisen. Aber nach wie vor im Idealfall täglich Musiker, Lehrer und Musikproduzent. Immer und überall. Aber niemals wahllos.

Kurz und nachprüfbar

Musik erscheint unter den Namen „Wildstrøm“ und „Butter, Fell und Rost“.

Buchcover: Songproduktionen mit Ableton Live

Geschrieben

Von der Saat bis zur Ernte

Songproduktionen mit Ableton Live. Weil mir das Schreiben Spaß macht. Worum geht’s? Musik natürlich.

„Ich finde gut, dass Du eigene Sichtweisen zulässt und diese nicht mit dem Argument ‚das macht man aber so‘ vom Tisch wischt. Man merkt, dass Du zuhörst und an der Problemlösung interessiert bist.“
Albert BenkertSchüler

Erzähl mir, wo du stehst.

Das können wir in zehn Mails hin und her klären. Oder wir sprechen 30 Minuten — kostenlos und unverbindlich.

Kostenloses Kennenlerngespräch